Rhein-Neckar-Zeitung vom 22.01.2004:

In fester Formation und “nach Belieben”

Mannheimer Formation Ad Libitum überzeugte bei ihrem Auftritt in der Schwetzinger Galerie im Turm

Den musikalischen Stil der Band beschreibt Saxmann Kaltenbach als “Schnittstelle zwischen den Musikrichtungen”. Denn neben einem Pool eigener Lieder sind es vor allem Pop-Klassiker, denen die Band ein neues musikalisches Kleid schneidert. Ob Beatles, Keith Jarrett, Chick Corea oder Police – erlaubt ist, was gefällt.

Und es ist bemerkenswert, wie Ad Libitum das popige Rohmaterial bearbeiten. Ihre Interpretationen lassen sowohl Blueseinflüssen als auch verspielten Funkrhythmen und Jazzharmonien Raum. Die Eigenkompositionen stammen allsamt aus der Feder Hoffmanns. Der Song “Chill without Bill” sei entstanden, als man für ein Konzert des berühmten Jazz’n’Hip-Hop Saxophonisten Bill Evans keine Karten mehr bekommen und sich statt dessen zu einer Jamsession getroffen habe.

Obwohl die Galerie nur spärlich besucht war, war durchweg ausgelassene Stimmung angesagt. Kein Wunder, denn kaum einen konnte es lange auf seinem Stuhl halten. Zum Mitsingen animierende Pop-Oldies, neu überarbeitet oder neudeutsch geremixed, gepaart mit einer kräftigen Soulstimme, sind ja auch die ideale Mischung für jedes Fest.

Mehr davon möchte man sagen und auch das Publikum ließ Ad Libitum letztlich nicht ohne zwei Zugaben von der Bühne.

© Rhein-Neckar-Zeitung

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