Mannheimer Morgen vom 11.06.2007:
Mischung aus Jazz, Samba und Pop kam glänzend an
“MorgenJazz” im Hof der Volksbank-Filiale diesmal mit guten alten Bekannten: der Formation “Ad Libitum”
Ganz im Zeichen der Musik stand am Wochenende die Rhein-Neckar-Region. Während am Freitagabend in Ladenburg “Klassik am Fluss” mit rund 2000 Gästen über die Bühne ging und am Samstag an gleicher Stelle “Rosenstolz” 15000 Besucher anlockte, erfreute sich auch in Ilvesheim der Auftakt zur “MorgenJazz”-Reihe im Innenhof der Volksbank eines sehr guten Besucherzuspruchs. Und das trotz schwülheißer Temperaturen, die eigentlich eher zu einem Besuch im nur wenige Meter entfernten Freibad einluden.
Doch echte Jazz-Fanz lassen sich davon nicht abschrecken. Schließlich hatten die Veranstalter, Mannheimer Morgen, Volksbank Rhein-Neckar und Karlsruher Versicherungen, ja auch alte Bekannte auf die Insel geholt: die Gruppe “Ad Libitum”, die bereits 2002 und 2004 beim “MorgenJazz” zu Gast war. Übersetzt bedeutet Ad Libitum “nach Belieben”. Und so haben sich die fünf Vollblutmusiker den Grundsatz gegeben, Unterhaltung und gute Laune zu bieten. Sicherlich nicht zu viel hatte in dieser Hinsicht “MM”-Redakteur Klaus Neumann bei der Begrüßung versprochen, als er ein “ganz besonderes Hörvergnügen” vorausgesagt hatte.
Doch wer bei der Mannheimer Formation “Ad Libitum” Jazz-Standards erwartet hatte, war fehl am Platz. “Wir setzen uns bewusst über Stilgrenzen hinweg”, erklärte Klaus Hoffmann, Pianist und 1970 Gründer der Band. So stehen neben funkigen Songs wie “Chill without bill” oder “Do it again” Samba-Stücke wie “Ramba Samba” oder “Masquenada” und Pop-Stücke wie “You are the sunshine” oder “A Whiter shade” – alles in allem ein bunter Mix aus Eigenkompositionen und kreativen Interpretationen bekannter Titel.
Den Gästen gefiel die Mischung sichtlich, und auch Klaus Hoffmann, Jürgen Kaltenbach (Saxofon), Frank Schäfer (Bass), Misi Farcas (Drumms) und Camilla Peters (Gesang) hatten ihren Spaß am Spielen. Kaum zu bremsen waren sie dabei, legten angespornt vom Beifall der Gäste gar spontan noch einen vierten Durchgang ein.
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